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Die Galeasse stellt den Übergang von der geruderten Galeere zum Segelkriegsschiff dar.

Als die Galeeren im Laufe der Zeit immer größer wurden ("Galea großa"), bis schließlich die Ruderbarkeitsgrenze erreicht wurde, war es notwendig, nach neuen Wegen der Kriegführung zu suchen. So entstand die Galeasse, ein großes Segel-Ruder-Kriegsschiff. Bedeutung gewann dieser Typ im 16. und 17 Jh. besonders im Mittelmeerraum. An ihr vollzog sich der Übergang vom flachen Bord, hin zum hohen Bord, die Segel wurden vollgetakelt und der Tiefgang wurde wesentlich erhöht.

Ergebnis war eine hohe Seetüchtigkeit und eine größere Kampfkraft im Verhältnis zur Galeere. Im Mittelmeer entwickelt sich die Galeasse so zu einem Großkampfschiff. 1 Galeasse entsprach etwa der Kampfkraft von 5 Galeeren. In der Seeschlacht von Lepanto im Jahre 1571 standen sich 100 Schiffe gegenüber, davon waren 26 Galeassen im Einsatz. In der Schlacht im Ärmelkanal 1588 kamen Galeassen mit 18 Kanonen (16-60 Pfünder) und 26 leichten Geschützen zum Einsatz.

Diese Schiffe erreichten Verdrängungen von 600 bis 1.000 t, bei 50-60 m Länge. Ihr größerer Tiefgang verschlechterte zwar die Rudereigenschaften, doch verbesserte er gleichzeitig das Segelverhalten.

An den 3 Masten kam die Lateinbesegelung zum Einsatz, parallel dazu waren auf jeder Seite 25 bis 30 Riemen, die von je 5 Mann gerudert werden mussten. Insgesamt kamen 200-300 Mann Besatzung zum Einsatz.

Aufgrund technischer Weiterentwicklungen wurde die Galeasse dann schließlich Ende des 17. Jh. aus den Flotten entfernt.


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