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Koggen und andere Hanseschiffe

Über Jahrhunderte in verschiedenen Entwicklungsstufen einer der bedeutendsten frühen Segelschiffstypen Nordeuropas.

Erste Vorläufer entstanden während der Übergangsstufen vom schlanken geruderten und gesegelten Wikingerschiff zum völligeren und breiteren Segellastschiff. So gehörten zu den Wikingerflotten des 9. Jh. bereits in größerer Anzahl Knorren als vorwiegend gesegelte, breitere Segellastschiffe.

Im Frühgermanischen kann Kuggon oder Kukkon ein gekrümmtes, gewölbtes Gefäß oder gewölbtes Schiff bedeutet haben. Eine frühe Kunde entstammt einem Bericht des englischen Königs Alfred (871 bis 900), aus dem hervorgeht, dass sich friesische Schiffe in ihrer Bauart von den bis dahin bekannten skandinavischen und englischen Schiffen unterschieden. Erstmalig erschien 948 in Schiffsvermerken von Muiden bei Amsterdam die Bezeichnung Kogge.

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  • Hanse-Kogge 
    Hanse-Kogge
  • Kamper Hanze Kogge 
    Kamper Hanze Kogge
  • Kogge Arka 
    Kogge Arka
  • Kogge Roland von Bremen 
    Kogge Roland von Bremen
  • Kogge Roter Teufel (ex Tvekamp av Elbogen) 
    Kogge Roter Teufel
  • Kogge Tvekamp av Elbogen 
    Kogge Tvekamp av Elbogen
  • Kogge Ubena von Bremen 
    Kogge Ubena von Bremen
  • Kogge Wissemara 
    Kogge Wissemara
  • Kraweel Lisa von Lübeck 
    Kraweel Lisa von Lübeck

Die ein Jahrhundert später aus der Invasion Englands durch Wilhelm den Eroberer (1066) in Europa berühmt gewordene, aus breiten, vorwiegend gesegelten Normannenschiffen bestehende große Flotte dürfte nicht ohne Einfluss auf die Koggenentwicklung geblieben sein.

Anfänglich entwickelten sich zwei unterschiedliche Grundtypen. Während an der westfranzösischen Küste aus dem Normannenschiff ein als Nef bezeichneter, in verschiedenen Merkmalen der anfänglichen Kogge ähnlicher klinkergebauter, jedoch runder und völliger Schiffstyp entstand, bildete sich die typische friesische Kogge als eigenständiger Typ heraus.

Im Anfangsstadium waren der gerade Kiel, der gedrungene kurze Schiffskörper mit gerundeten Spantformen und einem Verhältnis Kiellänge zur Schiffsbreite von 3:1, die fast geraden, ziemlich steilen Steven und der hochbordige, klinkerbeplankte Schiffskörper markante äußere Merkmale der seetüchtigen einmastigen Kogge, obwohl noch längere Zeit Einrichtungen zur gelegentlichen Riemenbenutzung beibehalten wurden.

Infolge der großen Breite und Seitenhöhe verbesserten sich die Stabilitätseigenschaften bedeutend. Es konnte ein festes durchlaufendes Deck eingebaut werden, so dass die Ladung zuverlässiger vor Witterungseinflüssen geschützt wurde. Diese Veränderungen kennzeichnen den schrittweisen Übergang vom noch ruderbaren Schiff zum Segel-Lastschiff.

In dieser Anfangsform war die Kogge ein einmastiges Segelschiff mit einem kräftigen Mast, an dem ein großes viereckiges Rahsegel gefahren wurde.

Zum Schutz des Schiffes wurden gerüstartige, später dann kastellartige Aufbauten am Bug und am Heck für Bogenschützen errichtet. Anfangs wurde auch noch mit dem derzeit gebräuchlichen Seitenruder an der Steuerbordseite gesteuert.

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