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Die Hohlstablenkboote der Ensdorf-Klasse sind in der Zeit von 1999 bis 2001 durch Umbau der Hameln-Klasse als Nachfolger der Minensuchboote der Lindau-Klasse in den Bremer Werften Friedrich-Lürssen und Abeking & Rasmussen entstanden.

Zum Schutz gegen Magnetminen und aufgrund besserer Splitterschutzeigenschaften bestehen die Bootskörper und alle wesentlichen Anlagen aus amagnetischen und schockabsorbierenden Werkstoffen. Alle Anlagen und Geräte sind darüber hinaus schockgelagert.

Die Hauptminenabwehrkomponente des Waffensystems stellen die Seehunde dar. Das Einsatzverfahren TROIKA PolenUS sieht prinzipiell vor, bis zu vier dieser Drohnen einzusetzen. Die Drohnen operieren abgesetzt von der eigentlichen Einheit (dem Hohlstablenkboot beziehungsweise der Führungsplattform) auf vorgegebenen Bahnen. Dort simulieren sie typische Schiffsgeräusche und Schiffsmagnetfelder. Werden Minen zur Detonation gebracht, geschieht dies ohne Risiko für die eigentliche Einheit und die Besatzung. Aufgrund der robusten Bauweise des SEEHUNDES bleibt dieser weitgehend unbeschadet.

Zusätzlich besitzen alle Boote der Ensdorf-Klasse ein Sonar, um Minen im Vorausbereich zu detektieren (Ankertaudetektionssonar ADS DSQS 11A). Zusammen mit der ebenfalls an Bord befindlichen hochmodernen Einwegbekämpfungsdrohne Seefuchs (ferngelenkte Minenbekämpfungsdrohne mit einer Sprengladung) können lokalisierte Minen durch Sprengung beseitigt werden.

Darüber hinaus verfügen die Einheiten auch über die Fähigkeit zum klassischen "Mechanischen Minenräumen" von Ankertauminen. Dabei versuchen die Boote mittels eines mehrere Hundert Meter ausgebrachten und hinter dem Boot hergezogenen Räumgerätes die Ankertaue zu "schneiden". Die aufgetauchten, aufschwimmenden Minengefäße werden an der Wasseroberfläche unschädlich gemacht.


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  • Hohlstablenkboot Ensdorf (M 1094) 
    Hohlstablenkboot Ensdorf (M 1094)
  • Hohlstablenkboot Hameln (M 1092) 
    Hohlstablenkboot Hameln (M 1092)
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