| Anfänglich "knipste" ich die gewünschten Motive immer mehrfach, machte Belichtungsreihenfolgen und solche Spielchen, um auch ja mindestens ein ordentlich ausbelichtetes Ergebnis zu bekommen. Aber gerade bei ungünstigen Lichtverhältnissen waren die Bilder dann doch wieder fehlbelichtet. Hinzu kam das immense Dateiaufkommen und die Sichtung des Materials nahm erhebliche Zeit in Anspruch. Letztendlich wurden lediglich 30% des Bildmaterials weiterverwendet.
Nach langen Studien diverser Internetforenbeiträge stieg ich anfangs ein wenig skeptisch, dann aber komplett auf das sog. RAW-Format um. Es gibt für mich bis auf wenige Ausnahmen prinzipiell kaum eine Alltagssituation, in der ich nicht im RAW-Format fotografiere. Allerdings blieb der Zeitaufwand, da das RAW-Format quasi erst noch "entwickelt" werden muss. Nun beträgt die das Fotoaufkommen nur noch ein Viertel aber die Bildausbeute bei etwa 90%.
Für eine schnelle Vorschau am Rechner nach der Fotosession nutze ich die Möglichkeit zusätzlich zum RAW-Bild ein kleines JPG zu speichern. Somit kann ich ohne Umwege über einen Konverter eine Vorauswahl und Begutachtung der Bilder vornehmen.
Zur Entwicklung der RAW-Daten nutzte ich lange Zeit das Programm RawShooter Premium 2006, da dieses allerdings nicht mehr weiterentwickelt wurde und auf Grund des Umstiegs auf die 40D bin ich mittlerweile bei Bibble "gelandet".
Fazit
Mit meinen ersten Kompakt-Digitalkamera-Schritten hatte ich öfters einen WOW-Effekt, die Ernüchterung kam dann mit der ersten DSLR-Kamera.
Viele Zeit zog ins Land - lange kein WOW mehr - erst seitdem ich 10-fach-Suppenzooms meide, keine imaginären "Schutz"-Filter vorsetze, mich wieder intensiver mit der Grundlagen der Fotografie beschäftige, habe ich viele der Fehler hinter der Kamera erkannt. Und nach der konsequenten Ausnutzung der Möglichkeiten die mir das RAW-Format bietet – einfach nur WOW WOW WOW ... ;-) |