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Unterwasserlabor Helgoland


technische Daten

Länge: 14,00 m
Breite: 7,00 m
Höhe: 7,00 m
Gesamtmasse: 100 t inkl. Ballast
Liegeplatz: Nautineum Dänholm
 
 
 

Das Unterwasserlabor Helgoland (UWL) diente Tauchern als Basisstation für Arbeiten auf dem Meeresgrund. Die Versorgung des UWL mit Elektroenergie und Luft erfolgte über eine große verankerte Versorgungstonne, in der zwei vom UWL aus gesteuerte Dieselgeneratornen den benötigten Strom erzeugten.Mit sog. ''Suppentöpfen'' konnten Nahrungsmittel und Material vom Versorgungsschiff aus in das UWL eingeschleust werden. Für Notfälle standen Rettungsdruckkammern zur Verfügung.

Die in der Tiefe operierenden Taucher konnten bei Bedarf in sog. ''Iglus'' Zuflucht suchen.

Auf engem Raum waren alle Einrichtungen vorhanden, die den Aufenthalt der Forschungstaucher über mehrere Wochen auf dem Meeresboden ermöglichten. Die Aquanauten lebten dabei im UWL unter dem in der entsprechenden Wassertiefe herrschenden Druck. Die Dekrommpession der Taucher erfolgte erst am Ende des Einsatzes.

Durch ein Klimaanlage und die gute Wäremeisolierung des Trockenraumes herschten im UWL stets angenehme Temperaturen.

Das UWL konnte durch Flutung der Ballasttanks mit Seewasser zum Abtauchen gebracht werden. Zum Auftauchen wurde das Wasser aus den Tanks gepresst.

Historie

  • Das UWL war unter ca. 60 Unterwasserstationen, die es weltweit in den sechziger Jahren gab, das erste stationäre Tauchsystem zum Sättigungstauchen für den Einsatz in kälteren Gewässern.
  • Die Firma Dräger Werke AG in Lübeck baute es 1969 für die Biologische Anstalt Helgoland.
  • Der Anbau des Naßraumes erfolgte 1971 nach den Erfahrungen aus dem ersten Einsatz.
  • 1972 wurde das UWL zur Nutzung an das GKSS Forschungszentrum Geesthacht übergeben.
  • Bis 1981 war es in der Nordsee, Ostsee und im Nordatlantik im Einsatz.
  • Im Herbst 1998 wurde das stillgelegte UWL als Geschenk an das Deutsche Meeresmuseum übergeben.

Quelle: Nautineum Dänholm

 

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